der Collège-Blog

Vorlese-
wettbewerb


Am 28.2.2023 lebte eine Tradition der Deutschen Abteilung wieder auf und acht Schülerinnen der Sixième machten sich mit dem Bus auf zur Deutschen Schule Genf, um im Vorlesewettbewerb gegen andere Schüler der gleichen Stufe anzutreten. Ihr Lehrer, Herr Hartmann, hatte den durch Covid unterbrochenen Kontakt wieder aufleben lassen. Vor Ort wurden sie von Frau Eilts und ihren zwei Klassen mit über 40 Schülerinnen und Schülern herzlich begrüßt. Im Wettbewerb traten schließlich insgesamt vier Schülerinnen gegeneinander an und lasen zuerst ein eigenes Buch und dann einen unbekannten Text. Eine siebenköpfige Jury aus Lehrern und Oberstufenschülern bewertete die Ergebnisse und in einer feierlichen Siegerehrung erhielten alle vier Finalistinnen Urkunden und Buchpreise. Den ersten Platz errang eine Schülerin der Deutschen Schule Genf. Der Ausflug war auch eine Gelegenheit zur Begegnung und nach einer Stärkung am gemeinsam organisierten Buffet zeigten einige Schüler den Gästen die Schule.

Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels organisiert. Die Teilnahme der Deutschen Abteilung soll Interesse an unterschiedlichen Buchtiteln wecken und die Leselust fördern. Daneben ist das laute Vorlesen auch immer ein schönes Gemeinschaftserlebnis. In der ersten Runde am Collège International, am 12.12.22, hatten alle Schülerinnen der Klasse vorgelesen, so dass drei Gewinnerinnen ermittelt werden konnten. Neben dem selbst organisierten Regionalentscheid mit der Partnerschule in Genf, wird die Gewinnerin der Klasse (und somit der Schule) auch noch per Video an einer Ausscheidung mit anderen Deutschen Auslandsschulen teilnehmen. Dafür drücken wir natürlich die Daumen.

R. Hartmann, Lehrer der Deutschen Abteilung.

Frühling der Dichter

Aus Anlass des 24. „Frühlings der Dichter“ („Printemps des Poètes“, 12. bis 28. März) haben die internationalen Abteilungen gemeinsam mit der Bibliothek (CDI) des Internationalen Gymnasiums von Ferney-Voltaire einen Haiku-Wettbewerb organisiert. Das Thema lautet „Das Vergängliche“ („L’Éphémère“).
Gemeinsam mit ihrem Lehrer, Herrn Hartmann, haben Schülerinnen und Schüler der Sixième und der Première der Deutschen Abteilung Haikus geschrieben und künstlerisch gestaltet. Bis zu den Osterferien sind die Ergebnisse noch im CDI des Lycée ausgestellt.
Neben den deutschsprachigen Haikus finden sich solche auf Englisch, Italienisch und Niederländisch. Da sie jeweils auch ins Französische übersetzt sind, ergibt sich ein vielfältiges Bild von der vielsprachigen Umsetzung des Themas und den Ideen der Schüler/innen. Neben klassischen Naturbildern vor allem zu Frühling und Winter finden sich traurige Gedichte über die Vergänglichkeit von Lebewesen, aber auch aktuelle (und humoristische) Bezüge zu Corona-Krise und -Maßnahmen. Alle Besucher und Besucherinnen der kleinen Austellung sind eingeladen, ihren Lieblings-Haiku zu wählen – die Gewinner/innen werden zum Schluss prämiert (es winken attraktive Buchpreise).
 

Wer wird gewinnen?

30. Dezember 2021 - Adventsfeier

Ein Höhepunkt des begonnenen Schuljahres war die Adventsfeier, die unter Pandemiebedingungen dieses Jahr endlich wieder stattfinden konnte. Die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge zeigten abwechslungsreiche Darbietungen. Mit einer ausdrucksstarken Gestik gab die Sixième (Fischer) ihr Begrüßungsritual aus dem Deutschunterricht zum Besten. Im Anschluss stellte die Sixième aus Histoire/ Géo (Hartmann) mit beeindruckenden Kostümen und bemerkenswerten schauspielerischen Leistungen die Götterwelt dar. Mutige Schülerinnen und Schüler aus der Cinquième trugen danach die Balladen « Die Brücke am Thay » von Theodor Fontane, den « Erlkönig » von Johann Wolfgang von Goethe und « Belsazar » von Heinrich Heine eifrig vor. Fantasievolle Kostümierungen und gekonntes Sprechen unterstrichen die anspruchsvollen Inhalte. Mit einem Zeitsprung in die aktuelle Literatur führte die Quatrième ihre Lieblingsszenen aus « Tschick » von Wolfgang Herrendorf auf. Die mitunter humorvollen Auszüge und die sich abwechselnden Präsentationstechniken verschufen gleichermaßen einen Eindruck von ernstzunehmender Problematik, die sich in den als Schullektüre beliebten Jugendroman wiederfindet. Die Troisième (Dr.Straub) folgte der Tradition der Adventsfeste der deutschen Abteilung mit einem selbst verfassten kurzen und unterhaltsamen Theaterstück. Einfallsreichtum, Witz und Ironie, aber auch die gekonnt überzeichneten Charaktere überzeugten bei der Wiedergabe eines misslingenden Heiligabends im Familienkreis. Die Seconde hatte sich mit den abstrakten Begriffen « Mut » und « Freiheit » auseinandergesetzt und spielerische Schreibversuche unternommen, aus denen Kurztexte und unterschiedliche Gedichtformate hervorgingen. Diese wurden authentisch vorgetragen und würden zum Teil auch einem Poetry Slam standhalten können. Die Première hat sich mit ihrer Aufführung einer Schlüsselszene aus Schnitzlers Novelle « Fräulein Else » einer besonderen Herausforderung gestellt. Gekonnt wurde die Wiedergabe des inneren Monologs der Hauptfigur Else durch « dargestellte Stimmen » manifest und dadurch die Tragik des Geschehens für das Publikum nachvollziehbar. Der erste Teil des Abends schloss mit einem informativen Berlinfilm der Terminale ab. Neben geschichtsträchtigen Monumenten, Kulturstätten und politischen Handlungsorten wurde auch die pure Lebensfreude der Schülerinnen und Schüler sehr deutlich. Die moderne Filmtechnik beeindruckte das Publikum nachhaltig. Während des zweiten Teils des Abends waren glückliche und erleichterte Gesichter der Schülerinnen und Schüler zu sehen. Sie bedienten sich dann an den Leckereien, die selbstverständlich unter Einhaltung der Hygieneregeln angeboten wurden. Das weihnachtliche Ambiente und Getränke trugen ebenfalls zum Gelingen des Abends bei. Und darin war man sich einig : An diesem traditionellen Fest der deutschen Abteilung soll festgehalten werden. Mit vereinten Kräften wird dies wohl auch eine große Freude für alle bleiben ! Vielen Dank an die Schulfamilie !